Naturschutzdaten
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Wichtige Grundlage der Naturschutzarbeit ist die Erfassung und Bereitstellung von qualitätsgeprüften Naturschutzfachdaten. Unser umfassender Datenbestand, zusammengetragen aus unterschiedlichsten Datenquellen, dient einer Vielzahl von Projekten, Konzepten, Berichten und Maßnahmen als Datengrundlage. Auf den weiterführenden Seiten können Sie sich über den Bezug von Naturschutzfachdaten sowie weitere Recherchemöglichkeiten informieren. Außerdem erhalten Sie Informationen zu den Möglichkeiten der Erfassung von Arten-, Biotop- und Lebensraumvorkommen.
Daten zu Arten:
Anfragen zu Arten erfragen Sie bitte nur noch über folgendes
Formular.
Bearbeitungstand der Artdaten: September 2024
Daten zu Lebensraum- und Biotoptypen:
Die Daten der seit 2014 laufenden Hessischen Lebensraum und Biotopkartierung stehen im Natureg-Viewer unter Info/Download von Geodaten zum Download bereit. Den Bearbeitungsstand der Daten sehen Sie im Downloadbereich.
Sollten Sie darüber hinaus Interesse an Daten der Hessischen Biotopkartierung 1992-2006 haben, finden Sie diese ebenfalls dort.
https://natureg.hessen.de/infomaterial/geodaten.php
Die Daten der Grunddatenerhebung innerhalb der FFH-Gebiete im Zeitraum 2000 – 2012 erfragen Sie bitte bei der datenführenden Stelle, dem Regierungspräsidium.
Veröffentlichungen des Landesamtes
Durch das Landesamt erstellte Steckbriefe, Gutachten, Broschüren, Beiträge, sowie sonstige Veröffentlichungen finden Sie hier:
• Steckbriefe und Gutachten
• Publikationen und Karten
Fachdaten des Hessischen Umweltministeriums (HMUKLV)
Hessisches Naturschutzinformationssystem (NATUREG-Viewer)
In diesem Datenbank- und GIS-gestützten System werden alle Sach- und Geodaten zu Flächen mit rechtlichen Bindungen zugunsten des Naturschutzes (d.h. Schutzgebiete, Investitionsflächen und Kompensationsflächen) sowie sonstige Fachinformationen, z.B. Art- und Biotop- und Lebensraumdaten zentral vorgehalten. Es fließen die Informationen der drei Oberen Naturschutzbehörden bei den Regierungspräsidien, der Unteren Naturschutzbehörden der Kreise und kreisfreien Städte, der staatlichen Vogelschutzwarte und des HLNUG ein. Weiter sind viele Daten und Dokumente zum Download aufbereitet und stehen zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung.
Seite des Umweltministeriums zu Natureg
Hier geht es zum Natureg-Viewer
Fachdaten anderer Verwaltungen
Geoportal Hessen
Das Geoportal Hessen ist die zentrale Internet-Plattform der Geodateninfrastruktur Hessen (GDI-Hessen) und bietet einen Zugang zu raumbezogenen Daten, Geodatendiensten und Anwendungen der hessischen Landesverwaltung sowie kommunaler Geodatenanbieter.
Hier geht es zum Geoportal Hessen
Geoportal Deutschland
Öffentlich bereitgestellte Geodaten von Bund, Ländern und Kommunen können interessierte Nutzer über das Geoportal.de suchen, finden und nutzen.
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Erfassung von Arten
MultibaseCS
Das bisherige Arterfassungsprogramm NATIS wurde in 2017/2018 abgelöst. Beschafft wurde die Software Multibase CS. Das Arterfassungsprogramm Multibase CS wurde auf die Oracle Datenbank umgestellt und auf in Hessen spezifische Anforderungen angepasst. Für das Ehrenamt wurde Multibase CS erfolgreich eingeführt. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden und werden zusätzliche Schulungen in der Naturschutzakademie Hessen durchgeführt. Durch die Einführung von Multibase CS konnten sehr große Fortschritte in der Qualitätssicherung der Daten erzielt werden.
Erfassung von "Mitmacharten" und "Invasiven Arten" mit MultbaseCS
Multibase Home Edition / CS Professional
Für das Ehrenamt sowie für die kommerzielle Nutzung in Hessen wird Multibase CS Home-Edition und Multibase CS Professional kostenfrei zur Verfügung gestellt. Multibase CS Professional hat erweiterte Funktionen im Bereich Erfassung von Orten und Gebieten sowie im Bereich der Auswertungen. Antragsteller melden sich bitte per Mail unter naturschutzdaten@hlnug.hessen.de mit Informationen zur Art des Ehrenamtes und ggf. Mitgliedschaft in einer Arbeitsgruppe.
Ansprechpartner: Betina Misch, 0641 - 200095 69
Erfassung von Biotopen und Lebensräumen
HLBK-Erfassung
Die DV-Anwendung HLBK-Erfassung wurde als Desktop-Anwendung auf Basis des Open-Source Geographischen Informationssystems QGIS und einer SQLite-Datenbank realisiert. Die Software steht seit Mai 2018 zur Erfassung der Ergebnisse der HLBK zur Verfügung. Anwenderinnen und Anwender werden bei der Erfassung der Kartierungsergebnisse nach den Anforderungen der HLBK-Methodik durch qualitätssichernde Funktionen unterstützt. In QGIS steht ein breiter Funktionsumfang zum Erstellen, Editieren und Verwalten von Vektor- und Rasterdaten bereit, der im Plugin um die spezifischen Eingabefunktionalitäten für die HLBK ergänzt wurde. Eine integrierte Erfassung von Geo- und Sachdaten wird durch den Ansatz komplettiert, dass die erforderlichen Kartierungsgrundlagen über Web-Dienste bereitgestellt werden können.
Klassifikation von wertvollem Grünland in Hessen mittels Fernerkundungsdaten
Im Rahmen der Hessischen Lebensraum- und Biotopkartierung (HLBK) werden aktuell Informationen zu schützenswerten Lebensräumen und Biotopen detailliert vor Ort erfasst. Diese terrestrische Erfassung ist flächendeckend in ganz Hessen jedoch mit einem hohen zeitlichen und personellen Aufwand verbunden.
Unterstützt werden kann die Kartierung vor Ort durch die Auswertung von Fernerkundungsaufnahmen, also berührungslosen Aufnahmen der Erdoberfläche, aufgenommen von Sensoren an Satelliten, Flugzeugen oder Drohnen. Aufnahmen liefern beispielsweise die Sentinel-Satelliten der Europäischen Weltraumorganisation im Rahmen des Copernicus Programms. Diese stehen in einer hohen zeitlichen Auflösung zur Verfügung, ganz Hessen wird in einem Abstand von wenigen Tagen wiederholt aufgenommen.
Ziel dieses Projekts „Klassifikation von wertvollem Grünland mittels Fernerkundungsaufnahmen“ ist die Definition eines Suchraums für Grünland-Lebensräume und -Biotope auf Grundlage von Sentinel-Aufnahmen zur Unterstützung der HLBK. Eine Suchraumkulisse für Grünland umfasst die Fläche, die Kartierende vor Ort begehen und dort nach schützenswertem Grünland suchen. Aktuell wird dieser Suchraum manuell von Kartierenden erstellt. Im Rahmen des Projekts wird versucht diesen Suchraum auf Grundlage von Fernerkundungsdaten automatisch zu erzeugen. Schützenswertes, artenreiches und extensiv genutztes Grünland soll möglichst von nicht geschütztem, intensiv genutztem, sonstigem Grünland getrennt werden. Die Fläche, die vor Ort begangen werden muss, soll damit deutlich eingegrenzt werden und der Kartierungsaufwand vor Ort reduziert werden.
Ein Merkmal für eine schützenswerte Grünlandfläche kann beispielsweise ein später Zeitpunkt der ersten Mahd Ende Juni sein. Eine frühere Mahd Anfang Juni hingegen kann ein Merkmal einer intensiv genutzten, nicht geschützten, sonstigen Grünlandfläche sein. Der Mahdzeitpunkt kann mit Sentinel-Aufnahmen detektiert werde, beispielsweise mit Hilfe des sogenannten „Normalized Difference Vegetation Index“ (NDVI) der sich aus Sentinel-Daten berechnen lässt. Ein hoher NDVI-Wert deutet auf eine noch nicht gemähte Fläche hin, ein niedrigerer NDVI-Wert auf eine gemähte Fläche.
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oben links: Orthofoto, oben rechts: NDVI 15.05.2019, unten links: NDVI 02.06.2019, unten rechts: NDVI 27.06.2019