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Hessisches Landesamt für
Naturschutz, Umwelt und Geologie
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Im Blickpunkt: Umweltbewertung mit Hilfe von Flechten

Flechten reagieren sehr empfindlich auf sich ändernde Umweltbedingungen. Deshalb können sie als sogenannte Bioindikatoren zur Beobachtung der Luftqualität sowie des Klimawandels herangezogen werden.
In Gießen und Wetzlar werden Flechtenkartierungen bereits seit 1970 in regelmäßigem Turnus durchgeführt. Für beide Städte zeigt sich, dass sich die lufthygienische Situation seitdem deutlich verbessert hat.
Allerdings hat auch der Einfluss von eutrophierenden Luftschadstoffen  in beiden Städten – wie auch in anderen Regionen Hessens - deutlich zugenommen.  Dies ist daran zu erkennen, dass Flechtenarten zunehmen, die durch übermäßige Nährstoffeinträge begünstigt werden. Gerade für Ökosysteme, die wie z.B. Heiden oder bestimmte Waldgesellschaften, die auf sauren und nährstoffarmen Standorte gedeihen, bedeutet dies eine Verschlechterung der Situation und Gefährdung der biologischen Vielfalt.
Weiterhin wird in Gießen und Wetzlar wie auch an anderen Dauerbeobachtungsflächen in Hessen eine Zunahme von Flechtenarten beobachtet, die zu den Wärme- und Klimawandelzeigern gehören.
Den Bericht zu Gießen und Wetzlar sowie weitere Informationen zu den Flechtenkartierungen in Hessen finden Sie hier.

Aktuelles

15.11.2016 Wasserwirtschaftlicher Monatsbericht Oktober 2016: Die Mitteltemperatur betrug 8,3 °C und lag damit 0,3 °C unter dem langjährigen Reihenwert. Insgesamt betrug der Gebietsniederschlag in Hessen im Oktober 54,0 l/m² und unterschritt das langjährige Monatsmittel (Reihe 1971 - 2000) um 18 %.