Äskulapnatter

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Die Äskulapnatter ist eine mittelgroße Schlange mit gelblich-brauner Grundfärbung, mehr oder minder weiß gestrichelt. Sie wird in Hessen selten länger als 160 cm. Jungtiere sind lebhaft gezeichnet. Sie ist ungiftig, harmlos und als Kletternatter in der Lage, Bäume zu erklimmen.
Die Aktivität der Tiere beginnt in Hessen meist im Laufe des April und endet im Oktober. Die übrige Zeit verbringen die Schlangen in frostfreien Quartieren im Bodenlückensystem, unter Straßen- und Bahndämmen oder in alten Fundamenten.
Als Nahrung dienen ihr vor allem kleine Nagetiere und Vögel, in der Jugend Eidechsen.
Die Art legt im Hochsommer 5 bis 12 Eier in Ansammlungen verrottenden organischen Materials, die sich durch geeignete Brutbedingungen (Eigenwärme) und konstante Substrat-Feuchtigkeit auszeichnen. Die Jungen schlüpfen nach etwa 2 Monaten meist ab September. Im Siedlungsbereich können Kompost-, Sägemehl- oder Misthaufen genutzt werden.
Als Kletternatter eine Art durch Gehölze geprägter Räume, bewohnt die Äskulapnatter in Hessen verschiedene Lebensräume der Kulturlandschaft, wie Gärten, Streuobstwiesen, Parks, Bachauen und Wälder. Sie nutzt gerne Brennholzstapel, Gartenschuppen und Scheunen als schützenden Unterschlupf und Schlafplatz.
Hier sind vor allem die Erweiterungen von Siedlungen, der Straßenverkehr, Verkehr auf Wegen in Feld und Wald, sowie das Mähen von Grünland, Straßen- und Wegerändern zu nennen. In und um Siedlungen geht von der großen Zahl freilaufender Hauskatzen eine erhebliche Gefahr für Reptilien und andere wildlebende Kleinwirbeltiere aus.
Äskulapnattern dürfen gerne als seltene Mitbewohner in Gärten und Schuppen begrüßt werden. Sie zeichnen diese als wertvolle Lebensräume aus. Größere Komposthaufen können ihnen und der Ringelnatter sogar als Eiablageplätze dienen. Deshalb sollten diese in der Zeit von Juni bis Ende Oktober nicht umgesetzt oder aufgegraben werden. Förderlich sind die für artenreiche Gärten allgemein empfohlenen Maßnahmen wie „Unordnung“ und „wilde“ Bereiche mit Dickichten, Asthaufen, überständigem Pflanzenmaterial zu lassen, alte Bäume und Gebüsche zu erhalten. Intensivrasen möglichst auf die wirklich benötigten Orte beschränken. Katzen im Haus lassen.

